Unsere Zahl des Monats Ausgabe 64
Wissens-Werte aus der Bäckerbranche.
Firmenwagen in der Bäckerei – So wird die private Kfz-Nutzung steueroptimiert
Ob für den Weg zur Filiale, Lieferfahrten oder Termine bei Geschäftspartnern – viele Bäckereibetriebe nutzen Firmenfahrzeuge sowohl betrieblich als auch privat. Doch wie wird diese private Nutzung eigentlich steuerlich erfasst? Und welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es, um Steuerfallen zu vermeiden?
50 % markiert die entscheidende Grenze für die betriebliche Nutzung eines Fahrzeugs. Erst wenn ein Pkw überwiegend, also zu mehr als 50 %, betrieblich genutzt wird, gehört er zum notwendigen Betriebsvermögen.
Wird das betriebliche Fahrzeug zu mehr als 50 % geschäftlich genutzt, gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten, den privaten Nutzungsanteil zu ermitteln:
- Pauschale 1-%-Methode: Monatlich wird 1 % des Bruttolistenpreises (inklusive Sonderausstattung) als Privatentnahme angesetzt – unabhängig davon, wie viel tatsächlich privat gefahren wird.
- Fahrtenbuchmethode: Hier wird der private Anteil anhand der tatsächlich gefahrenen Kilometer exakt berechnet. Voraussetzung: Ein ordnungsgemäß geführtes Fahrtenbuch.
Fahrten zwischen Wohnung und Betrieb sind bei der 1-%-Methode nicht automatisch abgegolten. Hier kommt ein zusätzlicher Zuschlag von 0,03 % des Listenpreises je Entfernungskilometer hinzu – und zwar für jeden Monat, unabhängig von der tatsächlichen Nutzungshäufigkeit.
Vorteile durch E-Mobilität
E-Mobilität wird belohnt: Reduzierte Sätze für Hybrid- und Elektrofahrzeuge
Der Gesetzgeber fördert nachhaltige Mobilität auch steuerlich. Für umweltfreundliche Fahrzeuge gelten deutlich günstigere Bewertungssätze:
- Hybridfahrzeuge bzw. hochpreisige Vollelektrofahrzeuge: Hier reduziert sich der Ansatz auf 0,5 % des Listenpreises.
- Vollelektrofahrzeuge: Bei reinen E-Fahrzeugen, die bestimmte Kriterien erfüllen, sind es sogar nur 0,25 % des Listenpreises.
Gerade für Bäckereibetriebe mit regelmäßigen Kurzstrecken können Elektro- oder Hybridfahrzeuge somit nicht nur ökologisch, sondern auch steuerlich eine lohnende Investition sein.
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Kluge Köpfe hinter den Zahlen
Wissens-Werte aus der Bäckerbranche.
Oliver
Vogt
- Ausbildung zum Industriekaufmann und anschließendes Studium in Augsburg
- Tätigkeit bei Unilever
- Seit 2002 geschäftsführender Gesellschafter
- Begleitung von Unternehmen im Rahmen ganzheitlicher Unternehmensanalysen – insbesondere im Bereich der Restrukturierung und Sanierung
- Erarbeitung und Implementierung von unternehmensindividuellen Strategien
- Coaching von Familienunternehmen im Rahmen der Nachfolgeplanung
- Ganzheitliche Begleitung von Transaktionen für den Mittelstand
- Aufbau und Implementierung von Planungsrechnungen sowie Controllinginstrumenten
- Installation und Begleitung von Benchmarking Workshops
- Coach bei der KfW-Bank im Bereich Turn Around Beratung
Stephan
Hachmeyer
- Ausbildung zum Industriekaufmann und anschließendes Studium der Wirtschaftswissenschaften in Paderborn
- Langjährige Tätigkeit bei PwC
- Bestellung zum Steuerberater 2010 / zum Wirtschaftsprüfer 2014
- Seit 2021 Geschäftsführer
- Erstellung, Beratung und Prüfung von Nachhaltigkeitsinformationen
- Prüfung und Beratung von mittelständischer Industrieunternehmen und Handwerksbetriebe
- Rechnungslegung von Jahres- und Konzernabschlüssen nach HGB und IFRS
- Prüfung der IT-Systeme bei kleinen und mittelständischen Unternehmen (Projektbegleitende bzw. Ordnungsmäßigkeit und Sicherheitsanforderungen)
- Betriebswirtschaftliche Prüfungen (ISAE 3000 / ISRS 4400)





